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New Album released

Tanzmucke für Rocksympathisanten

Einen Abend gefüllt mit einem Haufen kräftiger und mitreißender Rocksongs bietet Sour Mash.

Die sechs Mann starke Gruppe hat zum einen eigene, intensive Stücke auf Lager, die bereits auf vielen Konzertbühnen im süddeutschen Raum bestanden haben, und zum anderen gibt es zur vollkommenen Party noch einige Rockklassiker aus den letzten Jahren. Dabei orientieren sich die Jungs vom Bodensee an Liedern von Bands, durch die sie in früheren Jahren inspiriert wurden, wie Pearl Jam, Alice in Chains, Faith no More. Es wird aber auch Musik gespielt, die in diesem Jahrtausend überall bekannt wurde, wie z.B. Placebo, Kings of Leon, Foo Fighters.
Der eigene Spaß der Band am Rock n´Roll macht ein Konzert von Sour Mash zu einer überraschungsreichen Show mit oft nicht vorhersehbarem Ausgang...

Neues Album veröffentlicht:

"all those wasted years"

all those wasted years cover

Mit einem besonderen Bündel an Songs wartet die für ihre Live-Partys berüchtigte Singener Alternative-/Grunge-Rock-Band SOUR MASH auf. Nachdem das bereits seit 1992 bestehende Sextett aus dem Hegau mittlerweile schon 4 Demos auf die Beine gestellt hat (zuletzt die EPs „Liposuction“ und „Art of living“), überraschen sie Ihr Publikum nun mit einem Longplayer-Album mit 11 Songs.

Dabei war es in den letzten Jahren etwas ruhiger um sie geworden, nachdem das Berufsleben die Bandmitglieder weit im Ländle verteilt hat. So wurden fleißig Zweigstellen in Tettnang, Stuttgart, Karlsruhe und Tuttlingen errichtet…

Doch die Flamme, die die 6 schon seit bald 20 Jahren verbindet, kam nie zum Erlöschen. In regelmäßigen Abständen zauberten die über die Jahre aufeinander eingespielten Jungs – auch ohne monatelange Übungsorgien – denkwürdige Events auf die süddeutschen Bühnen. Besonders eindrucksvoll waren die letzten Auftritte beim Rock im Vogelwald oder bei ihrem Club-Heimspiel in ihrem „Wohnzimmer“, dem Flieger in Tettnang. Dabei profitiert die Band auch von den Erfahrungen, die die meisten Bandmitglieder in den letzten Jahren auch in anderen – durchaus auch bekannteren regionalen Bands – sammeln konnten…

So war es auch nur konsequent, bei der Konzeption des aktuellen Projekts nicht nur wieder auf ein Demo hinzuarbeiten, sondern dem langjährigen Begleiter auch mal ein Album in voller Länge anzubieten, welches das in der Tat beeindruckende Spektrum der Songs von Sour Mash abbildet. Ausserdem war es den Jungs ein Anliegen, den Bogen zu spannen von den Anfängen der Band bis hin zur aktuellen Phase, in der sich die Band durch ihre kollegiale und musikalische Geschlossenheit leicht tut, nahtlos an die womöglich noch nicht beendete „Hochzeit“ der Band anzuknüpfen.

Folglich finden sich neben frischen Kompositionen wie „undone“ (Grunge-Indie-Midtempo-Schmachter mit Hitpotenz), „faceless“ (straight-ironischer, fast schon danzig-persiflierender Rocker), „the world ist not asleep“ (NuMetal meets StonerRock) und „I’m still dead“ (fängt die Stimmung der erlöschenden Grunge-Ära ein) auch Klassiker aus dem Repertoire der 90er Jahre wie „s.o.l.d.“ oder „showdown“, die selbst bei den zahlreichen Live-Gigs für Jahre nicht mehr zu hören waren.

So ist es naheliegend, dass man eigentlich kein vollständig homogen klingendes Album erwarten könnte, zumal die Band gezielt gerade die älteren Songs nur marginal „updaten“ wollte, um auch ein wenig von dem Spielgefühl einzufangen, dass frühere Songs mitbrachten. Durch die Tatsache, dass man die 11 Songs unter Anleitung von Michael Solf in nur 2 Tagen durchweg live eingespielt hat, rücken diese aber unter dem druckvollen Gitarrensound und dem charismatischen Gesang zur einer Einheit zusammen, die in ein rundes und reifes erstes (!) Album mündet. Dabei beeindruckt es gleichzeitig sowohl durch die Spannbreite der Ideen und Einflüsse als auch durch die rohe, ungeschliffen klingende, aber hochenergetische Produktion.

Was haben wir hier am Ende in der Hand?

Ein Album, dass aufhorchen lässt, als ob gerade ein vielversprechender Newcomer mit einem verdächtig reifen Songwriting auf die Bühne getreten wäre?

Oder aber eine ins Jetzt platzierte Retrospektive, die den Liebhabern von Sour Mash endlich einmal das einfängt, was die Band insgesamt ausmacht, nämlich „divers-versiertes“, aber trotzdem eingängiges Songwriting und einen mitreißenden „Live-Appeal“?

Ich würde sagen: beides.

Viel Spass! – all those wasted years – Sour Mash

 



Sour Mash

 

 Heavy